Rotterdam: So funktioniert der drittgrößte Seehafen der Welt

Der Hafen von Rotterdam ist der drittgrößte Seehafen der Welt und zugleich der größte Tiefseehafen Europas, was ihn zum zentralen See- und Logistikzentrum macht. Zudem bildet der Hafen den wichtigsten Handelspunkt für Erdöl in Europa und besitzt eine enorme Größe von 100 Quadratkilometern. Nicht umsonst gilt er als „Europas Tor zur Welt“.

Hafen in Rotterdam

Rotterdam beherbergt Europas Tor zur Welt. (Bild: Joris/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Zahlen und Fakten

Jedes Jahr werden über 400 Millionen Tonnen Fracht abgefertigt. Dank seiner hervorragenden Lage in Zentraleuropa an einer der dichtest befahrenen Wasserstraßen ist der Hafen von Rotterdam schon seit jeher ein gefragter Standort. Dazu trägt auch bei, dass er von Schiffen mit bis zu 24 Metern Tiefgang angefahren werden kann. Viel Industrie und zahlreiche Unternehmen befinden sich in der unmittelbaren Umgebung des Hafens und beziehen in seinen Gefilden ihren Arbeitsmittelpunkt. Das Geschäft ist heute lukrativer denn je und so ist es wenig verwunderlich, dass Unternehmen aus aller Welt in und um Rotterdam ansässig werden und ihre Waren und Dienstleistungen in alle Welt exportieren.

Begebenheiten am Rotterdamer Hafen

Der Rotterdamer Hafen ist komplett mit modernster Technik ausgestattet und verfügt über mehrere Terminals, die für die jeweiligen Frachttypen zuständig sind. Trotz seiner imposanten Größe wird die Logistik in Rotterdam perfektioniert und die Abläufe funktionieren reibungslos. Die komplexen Abfertigungen selbst größter Schiffe werden mithilfe des Vessel Traffic Management Systems geregelt. Dieses Verkehrsmanagementsystem ist ein Hightech-Netzwerk der Verkehrskontrollzentren. Jedes Schiff kann exakt in seinem Standort bestimmt werden und wird durch die Fachleute in die bestmögliche Position gebracht. Kollisionen mit anderen Schiffen sind so nahezu unmöglich. Zudem ist so immer nachvollziehbar, welches Schiff sich mit welcher speziellen Ladung wo befindet.

Ein weiteres wichtiges Kontrollzentrum stellt das Haven Coordinate Centrum dar, welches sich insbesondere auf Schiffe mit gefährlicher Ladung bezieht. Jedes Schiff dieser Kategorie muss sich zwingend beim Haven Coordinate Centrum anmelden. Das Zusammenspiel dieser Kontrollinstanzen sorgt für Effizienz und Sicherheit, nicht ohne Grund gilt der Hafen von Rotterdam als einer der sichersten Häfen der Welt.

Zukunftspläne für Hafen und Industrie

Momentan wird das Konzept „Port Compass“ perfektioniert, bei dem die Aufrechterhaltung der führenden Position Rotterdams auch noch in 16 Jahren, 2030, an erster Stelle steht. Aufgrund von noch mehr Gütern, die bis dahin zu bewältigen sein werden, müssen logistische Prozesse noch effizienter ablaufen. Die Industrie muss sich auf eine verstärkt biobasierte Produktion umstellen und auch die Umweltfreundlichkeit, also eine Verringerung der Emissionen von Verkehr und Industrie, stehen auf dem Plan.

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