Caspar David Friedrich und die deutsche romantische Landschaft

Die Hermitage Amsterdam beschließt ihren Verbleib an der Nieuwe Herengracht mit einem besonderen Finale. Zum ersten Mal sind alle Werke von Casper David Friedrich (1774-1840) aus der Sammlung der Hermitage in St. Petersburg für eine besondere Ausstellung zusammengestellt.
Im Mittelpunkt stehen die Gemälde und Zeichnungen von Friedrich, aber sie werden umgeben durch Werke von Zeitgenossen, Vorgänger und Nachfolger. Alle zeigen sie Aspekte der romantischen Landschaft und illustrieren die besondere Bande zwischen den romantischen Malern und Zar Nikolaus I und seiner Familie. Zu sehen seit dem 20. September 2008 und bis zum 18. Januar 2009.

Bis etwa 1960 repräsentierten Friedrichs Maler ein für die meisten Kunstkenner in den Niederlanden eine falsche Welt, die mit einem fatalen Nationalismus spielte, genährt durch Begriffe wie Blut und Boden. Seitdem hat sich viel verändert. Seit Jahren ist Friedrich 'in' und für viele eine Kultfigur geworden. Das hat unter anderem damit zu tun, dass das Naturerleben, das aus seinen Bildern spricht, in den letzten Jahren von vielen geteilt wird.

Caspar David Friedrich (1774-1840), Der Träumer , ca. 1835

Casper David Friedrich und sein Freund Phillip Otto Runge haben unbewusst für eine Erneuerung in der bildenden Kunst gesorgt. Die Landschaften des tiefgläubigen Protestanten Friedrich sind voller religiöser Symbolik, die nach einer göttlichen Anwesenheit in der Landschaft weist.

Seine Bilder sind inzwischen geliebt, aber selten. Außerhalb Deutschlands beherbergt das Staatsmuseum Hermitage in St. Petersburg die größte Sammlung von Friedrichs Werken. Die Idee um alle Werke von Friedrich aus der Hermitage in Amsterdam zu zeigen ist dadurch entstanden, weil die Geschichte seines Erwerbs so interessant ist. Aber davon ab geht es um eine repräsentative Auswahl seiner schönsten Bilder und Zeichnungen. Sie stellen sehr verschiedene Momente aus Friedrichs Œvre.

Als die Sammlung deutscher Gemälde aus dem 18. und 19. Jahrhundert in der Hermitage für die Ausstellung näher angeschaut wurde, wurde deutlich, dass deutsche Künstler eine prominente Position in St.Petersburg um 1800 innehatten. Was zu einer überraschend reichen Sammlung deutsche Malkunst geführt hat.
 

Hermitage Amsterdam
Nieuwe Herengracht 14

Eintrittspreise: Erwachsene 8 €, Kinder gratis


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